Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft’

Ausstellung: “Opfer rechter Gewalt”

Samstag, 21. August 2010

Wanderausstellung “Opfer rechter Gewalt” in Bergedorf

Vom 4. September bis zum 1. Oktober 2010 kann im Campus Bergedorf (ehemalige Fachhochschule) die Ausstellung “Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland” von Rebecca Forner und dem Opferperspektive e. V. besucht werden. Sie besteht aus Porträts der Menschen, die seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen und rückt damit jene in den Vordergrund, die in der Öffentlichkeit kaum Beachtung fanden – und finden.

Mehr Informationen:

Wir wollen nicht verscheucht werden!

Montag, 05. Oktober 2009

Grundrechte“Wer die Freiheit für die Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.” Benjamin Franklin

„Stehenbleiben! Polizeikontrolle – Personalausweis! Öffnen Sie ihre Tasche! Sie befinden sich in einem Gefahrengebiet!“

Mit diesen Worten werden immer mehr Jugendliche in Bergedorf von Polizeibeam­ten begrüßt, die sich im „Gefahrengebiet Bergedorf“ aufhalten, in dem sie ar­beiten, wohnen, leben.

Ob man sich nun mit Freunden im Schlosspark trifft, ein oder zwei Bier am Bahn­hofsvorplatz trinkt oder einfach nur in Bergedorf herumhängen will – seit nun­mehr vier Jahren hat die Polizei das Recht, aufgrund ihrer „Lageerkenntnisse“ so­genannte Gefahrengebiete zu definieren, in denen sie „Personen kurzfristig an­halten, befragen, ihre Identität feststellen und mitgeführte Sachen in Augen­schein nehmen“ darf. (weiterlesen…)

Migration in Bergedorf – fördern statt fordern

Donnerstag, 01. Oktober 2009

KinderDie jüngst veröffentlichten Studien lassen  viel Spielraum für Mutmaßungen gegenüber manchen in Bergedorf lebenden Minderheiten zu. Sieht man in die Tageszeitungen, scheint schnell deutlich: Viele Migrantinnen und Migranten sind, was die Integrationsleistungen angeht, weit hinten. Doch der Schein trügt.

In unserem Bezirk Bergedorf leben etwa 2.200 Menschen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit.  Die Zahl von BürgerInnen mit Migrationshintergrund, d.h. auch Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft ist dabei nicht einmal berücksichtigt. Ob es der türkische Gemüsehändler ist, bei dem wir am Bahnhofsvorplatz unsere Tomaten kaufen oder der russische Feinkosthändler an der Alten Holstenstraße – ihnen wird von Seiten der Regierung nur allzu oft Unrecht getan. Der bürgerliche Block in den Rathäusern äußert sich – kaum ist eine weitere rassistische Studie veröffentlicht –sofort und weist auf den mangelnden Integrationswillen von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund hin. Und fast immer wird vergessen, dass Integration auf einer zweigleisigen Schiene verläuft. (weiterlesen…)

Ausbildungsplätze für alle!

Mittwoch, 23. September 2009

Strike!Die unmöglichen Arbeits- und Lebensbedingungen, unter denen viele Jugendliche leiden, verschlechtern sich von Tag zu Tag. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat die Krise sie zudem noch zu ihren Hauptleidtragenden gemacht: Die Zahl der von Arbeitslosigkeit, Armut oder Ausbildungsplatzmangel betroffenen Jugendlichen steigt stetig an. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze ist im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um ca. 5,3% gesunken. Daraus ergibt sich folgendes Verhältnis: 100 Bewerbern stehen 84 Ausbildungsplätze gegenüber. Insgesamt gibt es heute über 1,5 Millionen Jugendliche unter 25 Jahren, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Wie schlimm soll es noch werden? Armut, Leiharbeit, Lehrstellenmangel und Arbeitslosigkeit sind für viele kein Fremdwort. Jugendliche mit Migrationshintergrund und Jugendliche aus Erwerbslosenfamilien sind von diesen Erscheinungen am stärksten betroffen. (weiterlesen…)